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Was macht man mit Amaryllis nach der Blüte? – Pflege in der Übersicht

Die Amaryllis – auch als Ritterstern oder botanisch als Hippeastrum bekannt – kommt ursprünglich aus Südamerika und fand im 19. Jahrhundert ihren Weg nach Europa. Als Zwiebelblume von der südlichen Hemisphäre ist ihr Lebenszyklus umgekehrt zu unseren heimischen Blumen und liegt ihre Blütezeit in unseren Wintermonaten. Sie gehört mit ihren großen, auffälligen Blüten für viele zu den Blumen, die untrennbar mit der Weihnachtszeit verbunden sind.

Doch auch wenn die Amaryllis vor allem im Winter blüht, ist das nicht das Ende ihrer Geschichte, denn sie kann viele Jahre lang immer wieder neue Blüten hervorbringen. Statt die Amaryllis Zwiebel direkt wegzuräumen, lassen Sie sie übersommern und geben ihr Zeit, Kraft für die nächste Blüte zu sammeln. Wie genau Sie eine Amaryllis nach der Blüte aufbewahren, pflegen und wieder zum Blühen bringen, lesen Sie im Folgenden.

Pflege der Amaryllis nach der Blüte

Eine Amaryllis blüht 2 bis 3 Wochen lang. Am Ende der Blütezeit verliert sie langsam ihre Pracht und die Blüten verwelken. Doch auch wenn die Blüte vorbei ist, bleibt die Amaryllis zunächst grün und aktiv und tankt die Zwiebel weiterhin Energie für die nächste Blüte. Zu diesem Zeitpunkt ist für die Amaryllis die richtige Pflege nach dem Blühen essentiell:

  1. Amaryllis nach der Blüte abschneiden: Schneiden Sie die verwelkten Blüten ab und entfernen Sie den Blütenstiel. Schneiden Sie den Blütenstiel etwa 3 bis 5 cm über der Zwiebel ab.
  2. Blätter stehen lassen: Die Blätter sollten Sie noch nicht abschneiden. Sie sind für die Energieversorgung der Zwiebel besonders wichtig und helfen dabei, Nährstoffe für die nächste Blüte einzulagern.
  3. An einen hellen Standort stellen: Stellen Sie die Amaryllis an einen hellen, warmen und luftigen Platz, vermeiden Sie jedoch zunächst die pralle Mittagssonne.
  4. Weiterhin regelmäßig gießen: Die Erde sollte leicht feucht bleiben, Staunässe sollte jedoch vermieden werden.

Amaryllis übersommern: Nach der Blüte weiter pflegen

Die Monate nach der Blüte sind für die Amaryllis besonders wichtig: Im Frühling und Sommer wächst sie aktiv weiter, bildet Blätter und versorgt ihre Zwiebel durch Photosynthese mit den Nährstoffreserven für die nächste Blüte. Der Sommer ist daher keine Ruhezeit, sondern eine wichtige Wachstumsphase.

  1. Hellen, geschützten Standort wählen: Sobald keine Frostgefahr mehr besteht, kann die Amaryllis für etwa sechs Monate an einem geschützten Platz im Freien übersommern. Bewahren Sie sie zunächst im Halbschatten, damit sie sich langsam an das stärkere Außenlicht gewöhnen kann. Wählen Sie anschließend einen hellen, warmen Standort, der vor praller Mittagssonne, starkem Wind und länger anhaltendem Regen geschützt ist. Bei längeren Regenperioden sollten Sie die Pflanze vorübergehend unterstellen.
  2. Amaryllis im Topf oder Beet aufbewahren: Sie können die Amaryllis Zwiebel im Topf lassen oder im Beet eingraben. Dabei sollte die Zwiebel nicht vollständig mit Erde bedeckt sein. Lassen Sie etwa 40% der Zwiebel aus der Erde herausragen. Ein lockerer, gut durchlässiger Boden verhindert Staunässe.
  3. Regelmäßig düngen und gießen: Halten Sie die Erde während der Wachstumsphase leicht feucht und düngen Sie die Pflanze etwa alle zwei bis drei Wochen mit einem flüssigen Volldünger.
  4. Pflege zum Spätsommer reduzieren: Mit dem Ende der Wachstumsphase und dem Beginn der Ruhezeit reduzieren Sie die Wassergaben und stellen Sie die Düngung ein.

Amaryllis auf die Ruhephase vorbereiten

Nach mehreren Monaten Wachstum beginnt die Amaryllis sich auf ihre Ruhephase vorzubereiten. Die Blätter beginnen gelb zu werden und nach und nach zu vertrocknen.

  1. Pflege einstellen: Wenn die Blätter komplett eingezogen sind, wird nicht mehr gegossen. Auch die Düngung sollte zu diesem Zeitpunkt vollständig eingestellt werden.
  2. Vertrocknete Blätter entfernen: Nach und nach können alle vertrockneten Blätter entfernt werden.

Wenn alle Blätter vollständig vertrocknet sind, hat die Amaryllis ihre Energie für die nächste Blüte gespeichert und kann in ihre Ruhephase gehen.

Amaryllis Zwiebeln aufbewahren

Etwa 3 Wochen nach dem Einstellen der Wassergabe und sobald die Blätter vollständig vertrocknet sind, kann die Zwiebel für die Ruhephase vorbereitet werden.

  1. Amaryllis Zwiebel trocknen: Nehmen Sie die Zwiebel aus der Erde und lassen Sie sie zunächst bei Zimmertemperatur einige Zeit (ca. 2 Wochen) trocknen.
  2. Äußere Zwiebelhaut vorsichtig entfernen: Entfernen Sie lose, vertrocknete oder beschädigte äußere Schalen vorsichtig mit den Fingern. Die festsitzende Zwiebelhaut sollte dagegen an der Zwiebel bleiben, da sie die Zwiebel schützt. Schneiden Sie nicht in das gesunde Gewebe und entfernen Sie auch keine Wurzeln, sofern diese fest und gesund sind.
  3. Zwiebel prüfen: Vor der Einlagerung sollte die Zwiebel auf weiche Stellen, Verletzungen oder Anzeichen von Fäulnis kontrolliert werden. Nur gesunde Zwiebeln sollten eingelagert werden.
  4. Amaryllis Zwiebel überwintern: Die Amaryllis Zwiebel wird anschließend trocken und kühl aufbewahrt (bei ca. 10–15°C). Zum Amaryllis lagern sind beispielsweise ein Keller, eine Garage oder ein Schuppen geeignet, sofern diese frostfrei sind.
  5. Gelegentlich Zwiebel prüfen: Während dieser Zeit braucht die Zwiebel weder Wasser noch Dünger. Kontrollieren Sie sie gelegentlich, damit Sie mögliche Veränderungen wie Fäulnis frühzeitig bemerken.

In der Regel liegt die Dauer der Ruhezeit bei etwa 8 Wochen, wobei die Dauer je nach Sorte und gewünschtem Blütezeitpunkt variieren kann. Wenn die Ruhephase vorbei ist, ist es dann Zeit für einen neuen Anfang.

Amaryllis überwintern und wieder zum Blühen bringen

Nach der Ruhephase ist es Zeit, die Amaryllis Zwiebel wieder einzupflanzen.

  1. Amaryllis einpflanzen: Setzen Sie sie in einen Topf mit frischer Erde. Die Zwiebel sollte nicht vollständig von Erde bedeckt werden und ein Teil der Zwiebel bleibt über der Erde sichtbar. Als praktische Faustregel sollte etwa 40% der Zwiebel aus der Erde herausschauen.
  2. Ein wenig Wasser geben: Der Topf sollte über ein Abflussloch verfügen, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Eine gut durchlässige Erde hilft dabei, Staunässe zu vermeiden
  3. Geeigneten Standort wählen: Stellen Sie den Topf an einen hellen und warmen Platz. Vermeiden Sie jedoch Standorte mit intensiver direkter Sonne sowie die unmittelbare Nähe zu Heizkörpern und anderen Wärmequellen.
  4. Wassergabe nach und nach erhöhen: Zunächst sollte sparsam gegossen werden. Sobald sich neue grüne Blätter oder ein Blütentrieb zeigen, kann die Wassermenge langsam erhöht werden.

Nach ungefähr 6 bis 8 Wochen beginnt für die Amaryllis dann wieder ihre Blütezeit und der Zyklus beginnt von vorne.

Tipp: Wissen Sie schon vor dem Pflanzen der Amaryllis, dass Sie die Zwiebel aufbewahren und wieder zum Blühen bringen möchten? Dann können Sie die Wurzeln vor dem Einpflanzen kürzen, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass der Prozess erfolgreich sein wird. Beachten Sie allerdings, dass die Blütenstiele dadurch wahrscheinlich kürzer werden.

Amaryllis vermehren: Tochterzwiebeln

Wenn sich an der großen Amaryllis Zwiebel kleine Tochterzwiebeln gebildet haben, können Sie die Pflanze gleichzeitig vermehren. Entfernen Sie die kleinen Zwiebeln und pflanzen Sie sie in einen separaten Topf. Zum einen erspart dies der großen Zwiebel Energie, zum anderen können die Tochterzwiebeln mit eigenen Blüten erfreuen. Beachten Sie: Junge Tochterzwiebeln sind nicht unbedingt sofort blühfähig. Je nach Größe kann es mehrere Jahre dauern, bis sie erstmals blühen.

Der Jahreszyklus der Amaryllis auf einen Blick

Phase Zeitraum Pflegehinweise
🌸 Blüte Ca. 2–4 Wochen im Winter
  • Heller, warmer Standort
  • Regelmäßig Wasser geben
  • Staunässe vermeiden
🌿 Nach der Blüte Winter bis Frühjahr
  • Verblühte Blüten entfernen
  • Vertrockneten Blütenstiel zurückschneiden
  • Blätter stehen lassen
  • Weiter gießen
  • Zwiebel wachsen lassen
☀️ Übersommern Ca. 5–6 Monate über Frühjahr und Sommer
  • Heller Standort, bei frostfreien Wetter im Freien
  • Erde leicht feucht halten
  • Regelmäßig düngen
🍂 Vorbereitung auf die Ruhephase Spätsommer, ca. August oder September
  • Wassergabe schrittweise reduzieren und endgültig einstellen
  • Düngung einstellen
  • Gelbe und vollständig eingezogene Blätter entfernen
❄️ Ruhephase Ca. 8 Wochen im Herbst
  • Zwiebel trocken und kühl lagern
  • Kein Gießen oder düngen
  • Zwiebel gelegentlich auf Fäulnis prüfen
🌱 Neuanfang Einpflanzen nach Wahl im späten Herbst bis Winter
  • Zwiebel wieder einpflanzen
  • Ggf. Tochterzwiebeln entfernen und separat einpflanzen
  • Zunächst mäßig gießen
  • Mit dem neuen Austrieb Wassergaben erhöhen
🌸 Neue Blüte Ca. 6–8 Wochen nach dem Einpflanzen
  • Hell und warm aufstellen
  • Regelmäßig gießen
  • Staunässe vermeiden
  • Blüte bewundern und genießen

Gut zu wissen: QFB Gardening liefert gesunde und kräftig gewachsene Amaryllis Zwiebeln nach ihrer Ruhephase. Diese sind somit pflanzfertig und bilden 6 bis 8 Wochen nach dem Einpflanzen ihre Blüte. Möchten Sie mehr über das Pflanzen und Pflegen von Amaryllis erfahren? Kontaktieren Sie unseren Kundenservice!

Häufig gestellte Fragen

Kommt eine Amaryllis wieder?

Ja, eine gesunde Amaryllis Zwiebel kann mehrere Jahre lang erneut austreiben und blühen. Hierfür benötigt die Amaryllis die richtige Pflege nach der Blüte, eine Wachstumsphase im Sommer und anschließend eine Ruhephase, bevor sie wieder eingepflanzt wird.

Wie oft blühen Amaryllis?

Eine Amaryllis blüht unter guten Bedingungen meist einmal pro Jahr, typischerweise im Winter. Nach der Blüte kann sie über mehrere Jahre hinweg erneut blühen, wenn sie im Frühling und Sommer ausreichend Licht, Wasser und Nährstoffe erhält und anschließend eine passende Ruhephase durchläuft. Manche kräftigen Zwiebeln blühen in derselben Saison ein zweites Mal, etwa im Frühsommer. Das kommt jedoch selten vor und ist nicht der normale Blührhythmus.

Wie kann ich eine Amaryllis überwintern?

Da die Amaryllis bei uns vor allem im Winter blüht, wird sie in unserer Hemisphäre nicht im eigentlichen Sinne überwintert. Nach der Winterblüte sollten Sie die Amaryllis übersommern. Während der warmen Monate sammelt die Amaryllis neue Energie, bevor sie im Herbst in ihre Ruhephase geht.

Wieso blüht meine Amaryllis im Sommer?

Auch wenn die als Amaryllis bekannte Pflanze bei uns vor allem als Winterblüher kultiviert wird, kann sie unter bestimmten Bedingungen auch im Sommer blühen. Der Blütezeitpunkt hängt unter anderem vom individuellen Wachstums- und Ruhezyklus der Zwiebel ab. Wird die Ruhephase zu einem anderen Zeitpunkt beendet und die Zwiebel anschließend wieder an einen warmen, hellen Standort gestellt, kann sich der nächste Blühzyklus entsprechend verschieben.

Wie kann man eine verblühte Amaryllis wieder zum Blühen bringen?

Damit eine Amaryllis erneut blüht, braucht die Zwiebel nach der Blüte zunächst Zeit zum Übersommern und zur Erholung. Während der Wachstumsphase sammelt sie Energie, bevor eine anschließende Ruhephase den neuen Blühzyklus vorbereitet. Tipps, wenn Ihre Amaryllis zur Blütezeit nicht blüht, finden Sie in unserem Blogbeitrag „Amaryllis zum Blühen bringen”.

Kann man eine Amaryllis in Wachs wieder zum Blühen bringen?

Nein, eine Amaryllis in Wachs ist speziell für eine einmalige Blüte ohne Erde und Wasser präpariert und kann anschließend nicht auf die gleiche Weise weiterkultiviert werden. Dafür ist sie besonders pflegeleicht und benötigt während ihrer Blüte weder Wasser noch Erde. Genießen Sie sie zur Blütezeit und entdecken Sie im nächsten Jahr wieder neue schöne Dekore.

Wann schneidet man die Blätter der Amaryllis ab?

Die grünen Blätter sollten nach der Blüte zunächst nicht abgeschnitten werden. Sie versorgen die Zwiebel weiterhin mit Energie und helfen ihr dabei, Kraft für die nächste Blüte zu sammeln. Erst wenn die Blätter von selbst gelb werden und vollständig vertrocknet sind, können sie entfernt werden. Dies geschieht meist gegen Ende des Sommers, wenn die Zwiebel in die Ruhephase geht.

Wie kann man Amaryllis aufbewahren?

Nach der Blüte kann man die Amaryllis Zwiebel für Ihre Wachstumsphase im Sommer in einen Topf oder ins Beet pflanzen. Nach dieser Wachstumsphase lässt man die Blätter vollständig einziehen und reduziert die Wassergaben, bis die Zwiebel trocken ist. Anschließend kann die Zwiebel ausgegraben und trocken, kühl und frostfrei aufbewahrt werden, beispielsweise im Keller, in der Garage oder in einem geeigneten Schuppen.

Wann holt man die Amaryllis wieder aus dem Keller?

Nach der Ruhephase von etwa 8 Wochen kann die Amaryllis wieder aus ihrem kühlen, trockenen Standort geholt werden. Dann wird die Zwiebel wieder eingepflanzt und an einen hellen, warmen Standort gestellt, damit der neue Wachstums- und Blühzyklus beginnen kann.

Wann muss ich die Amaryllis wieder gießen?

Nach dem Einpflanzen wird zunächst nur mäßig gegossen. Sobald sich ein neuer Austrieb zeigt, kann die Wassermenge langsam erhöht werden. Während des Austreibens und der Blütezeit wird die Amaryllis wieder regelmäßig gegossen.

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