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Amaryllis Pflege: So erstrahlen Ihre Blumen in voller Pracht

Wenn die Tage kürzer werden und es draußen kälter wird, bringt kaum eine andere Pflanze so viel Farbe und Eleganz in Ihr Zuhause wie die Amaryllis. Damit Sie sich möglichst lange an den großen, prächtigen Blüten erfreuen können, ist die richtige Versorgung Ihrer Amaryllis essenziell. Es ist erfreulicherweise gar nicht so schwer, eine Amaryllis zu pflegen, wenn Sie die grundlegenden Bedürfnisse der imposanten Pflanze verstehen. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige über die Pflege von Amaryllis, damit Ihre Amarylliszwiebel Jahr für Jahr gesund bleibt und zuverlässig neue Blüten hervorbringt.

Amaryllis einpflanzen und der optimale Standort

Der Erfolg für eine prachtvolle Blüte beginnt bereits, wenn Sie Ihre Amaryllis im Winter einpflanzen. Wählen Sie hierfür einen schweren Topf, der der großen Blüte später ausreichend Stabilität bietet und nicht umkippt. Der Topf sollte zudem nur unwesentlich größer als die Amarylliszwiebel selbst sein. Als Faustregel gilt: Zwischen der Zwiebel und dem Topfrand sollte maximal eine Daumenbreite Platz bleiben. Die beste Erde für Amaryllis ist eine hochwertige, lockere und durchlässige Blumenerde, die Staunässe zuverlässig verhindert. Zusätzlich können Sie den Boden mit etwas Drainagematerial oder Tonerde auslegen. Setzen Sie die Zwiebel beim Pflanzen so tief ein, dass etwa 40% der Knolle noch sichtbar aus der Erde herausschaut.

Für den richtigen Standort: Amaryllis benötigen während der Wachstumsphase einen hellen und warmen Platz. Etwa 21 Grad Celsius, beispielsweise in der Nähe eines großen Fensterplatzes, jedoch ohne direkte Mittagssonne, sind ideal. Gerade für die Amaryllis Pflege im Topf ist es wichtig, das Pflanzgefäß gelegentlich zu drehen. So stellen Sie sicher, dass der dicke Stiel gerade zum Licht wächst und sich nicht zu einer Seite neigt.

Amaryllis gießen und richtig düngen

Ein wesentlicher Bestandteil für eine erfolgreiche Pflege der Amaryllis im Topf ist das richtige Wassermanagement. Sie sollten Ihre Amaryllis gießen, sobald sich die ersten Knospen zeigen. Gießen Sie anfangs nur sehr sparsam und bevorzugt über den Untersetzer. Steigern Sie die Wassermenge leicht, sobald der Stiel spürbar wächst. Die Erde darf nie komplett austrocknen, darf aber auch auf keinen Fall nass sein.

Sobald sich die ersten Blüten öffnen, können Sie die Amaryllis düngen. Verwenden Sie hierfür einen handelsüblichen Flüssigdünger für Blühpflanzen im Abstand von ein bis zwei Wochen. Der ideale Dünger für die Amaryllis in der Blütezeit besitzt einen höheren Kalium- und Phosphoranteil, was das weitere Wachstum nachhaltig stärkt. Ein spannender Sonderfall ist übrigens die Pflege von Amaryllis in Wachs: Da die speziell präparierte Zwiebel alle nötigen Nährstoffe und Feuchtigkeit bereits im Inneren gespeichert hat, benötigt sie weder Wasser noch Dünger. Sie können diese Variante einfach an einen hellen Ort stellen und genießen, was die Pflege dieser Amaryllis enorm erleichtert.

Amaryllis Pflege in der Kurzanleitung

Damit Sie die wichtigsten Pflegeschritte immer schnell zur Hand haben, finden Sie hier eine kompakte Amaryllis Pflege in der Kurzanleitung. Diese umfasst die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

  • Pflanzung: Amarylliszwiebel nur zu 60% in eine sehr durchlässige Erde setzen.
  • Standort: Hell und warm platzieren, optimal sind etwa 21 °C Zimmertemperatur, direkte Mittagssonne vermeiden.
  • Wasserbedarf: Vor allem anfangs sparsam gießen, Staunässe zwingend vermeiden.
  • Nährstoffe: Während der aktiven Blütezeit regelmäßig, aber stets moderat düngen.

Amaryllis Pflege nach dem Blühen und übers Jahr

Die Amaryllis Pflege nach dem Blühen entscheidet maßgeblich darüber, ob die Pflanze im Folgejahr erneut austreibt. Verwelkte Blüten sollten Sie stets zeitnah entfernen. Zudem müssen Sie den dicken Stiel der Amaryllis schneiden, sobald dieser gelb und kraftlos wird. Die langen grünen Blätter bleiben jedoch unbedingt an der Pflanze. Durch die Photosynthese der Blätter sammelt die Zwiebel wertvolle Kraft für den nächsten Zyklus.

Für die erfolgreiche Amaryllis Pflege übers Jahr wandert die Pflanze nach den Eisheiligen im Mai gerne nach draußen an einen halbschattigen und warmen Platz im Garten oder auf dem Balkon. Wenn Sie möchten, können Sie die Zwiebel mit ihren grünen Blättern auch ins Beet pflanzen. Im Spätsommer (etwa ab Ende August) ist es dann Zeit, das Gießen schrittweise komplett einzustellen, damit das Laub einzieht. Falls die Zwiebel über den Sommer stark gewachsen ist, sollten Sie nun die Amaryllis umtopfen.

Ruhephase: Überwintern und erneut blühen lassen

Nachdem das Laub im frühen Herbst (September) vollständig verwelkt ist, beginnt die wohlverdiente Ruhezeit im dunklen und kühlen Keller bei etwa 15 Grad. Hierzu sollten Sie die Zwiebel ausgraben (aus Beet oder Topf) und vorsichtig von Erdresten befreien. Die Amaryllis benötigt eine kühle, dunkle Ruhephase von etwa 3 Monaten, um den erneuten Impuls zum Blühen zu erhalten.

Wenn Sie diese Ratschläge beherzigen, wird Ihre Amarylliszwiebel Sie im tiefsten Winter stets aufs Neue mit einer unvergleichlichen Blütenpracht belohnen.

Häufig gestellte Fragen

Wie pflegt man eine Amaryllis im Topf richtig?

Stellen Sie die Amaryllis an einen hellen, warmen Ort (ca. 21 °C) ohne pralle Mittagssonne. Gießen Sie anfangs nur sehr sparsam und steigern Sie die Wassermenge erst, wenn der Blütenstiel spürbar wächst. Vermeiden Sie Staunässe zwingend, da die Zwiebel sonst faulen kann. Sobald sich die Blüten öffnen, sollten Sie die Pflanze alle ein bis zwei Wochen mit Flüssigdünger versorgen.

Wie oft und wie viel muss ich meine Amaryllis gießen?

Gießen Sie nach dem Einpflanzen nur ein einziges Mal leicht an. Beginnen Sie mit dem regelmäßigen Gießen erst, wenn der Blütenstiel etwa 10 Zentimeter hoch ist. Am besten wässern Sie über den Untersetzer, damit die Knolle nicht von oben nass wird. Lassen Sie die oberste Erdschicht zwischen den Wassergaben immer leicht antrocknen.

Wann und wie muss ich eine verblühte Amaryllis schneiden?

Verwelkte Einzelblüten sollten Sie zeitnah abschneiden, damit die Pflanze keine Energie in die Samenbildung steckt. Den dicken Blütenstiel entfernen Sie erst, wenn er gelb und weich geworden ist. Schneiden Sie jedoch auf keinen Fall die grünen Blätter ab! Diese benötigt die Amaryllis über den Sommer zwingend für die Photosynthese, um Nährstoffe in der Zwiebel zu speichern.

Wann soll man die Amaryllis in den Keller stellen?

Die Amaryllis zieht im Frühherbst in den Keller um, um ihre wichtige Ruhephase anzutreten. Ab August stellen Sie das Gießen komplett ein, sodass das Laub eintrocknet. Etwa im September oder Oktober schneiden Sie die vertrockneten Blätter ab und stellen die Zwiebel im Topf für 8 bis 10 Wochen an einen kühlen (ca. 15 °C) und absolut dunklen Ort.

Wie bekomme ich eine Amaryllis im nächsten Jahr wieder zum Blühen?

Das Geheimnis der erneuten Blüte ist die strikte Einhaltung der herbstlichen Ruhephase. Nach 8 bis 10 Wochen im dunklen Keller holen Sie die Zwiebel im November oder Dezember wieder hervor. Topfen Sie die Knolle bei Bedarf in frische Erde um, stellen Sie sie an einen warmen Fensterplatz und beginnen Sie wieder behutsam mit dem Gießen.

Was kann ich tun, wenn die Amaryllis nur Blätter bekommt?

Wenn Ihre Amaryllis viel Laub, aber keine Blüten ausbildet, wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit die kühle und dunkle Ruhephase im Herbst übersprungen. Ohne diese Pause von mindestens 8 Wochen fehlt der Pflanze der nötige Kältereiz zur Blütenbildung. Eine weitere Ursache kann ein Nährstoffmangel sein, wenn die Pflanze im vorherigen Sommer nicht ausreichend gedüngt wurde.

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